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DeGYT wird Mitglied der Allianz für Integrative Medizin

DeGYT wird Mitglied der AIM

Die DeGYT (Deutsche Gesellschaft für Yoga-Therapie) wird Mitglied in der AIM (Allianz für Integrative Medizin) und stärkt so die Vernetzung der Yogatherapie mit anderen Fachdisziplinen der Integrativen Medizin und Gesundheit

Die Deutsche Gesellschaft für Yogatherapie (DeGYT) wird Mitglied der Allianz für Integrative Medizin und Gesundheit (AIM). Damit stärkt sie die Vernetzung der Yogatherapie mit anderen Fachdisziplinen der Integrativen Medizin und Gesundheit. Die Mitgliedschaft soll den fachlichen Austausch fördern und der Yogatherapie mehr Sichtbarkeit im Gesundheitswesen verschaffen.

Was machen DeGYT und AIM?
Die DeGYT ist der Berufsverband für Yogatherapie in Deutschland. Sie setzt sich für Qualitätsstandards in der Ausbildung, die Zertifizierung von Yogatherapeuten und die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Wirkungen von Yoga ein. Ihr Ziel ist es, Yogatherapie als qualitätsgesicherte, begleitende Behandlungsform bei bestimmten Krankheitsbildern im deutschen Gesundheitssystem zu etablieren. Auf ihrer Website finden Interessierte auch zertifizierte Yogatherapeuten und Ausbildungsangebote.

Die AIM – Allianz für Integrative Medizin und Gesundheit ist ein gemeinnütziger Verein, der Organisationen und Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen des Gesundheitswesens vernetzt. Im Mittelpunkt stehen eine patientenorientierte Versorgung sowie der Dialog zwischen konventioneller Medizin, Komplementärmedizin, Wissenschaft und Gesundheitsförderung.

Die Mitgliedschaft eröffnet der DeGYT die Möglichkeit, ihre Anliegen in Arbeitsgruppen und Fachdialoge einzubringen, Kontakte zu anderen Organisationen der Integrativen Medizin zu vertiefen und sich an gemeinsamen Positionierungen gegenüber Politik und Öffentlichkeit zu beteiligen.

Yogatherapie im Dialog: Was zeigte die 7. DeGYT-Konferenz?
Wie lassen sich wissenschaftliche Erkenntnisse und die praktische Arbeit mit Patienten verbinden? Diese Frage stand im Mittelpunkt der 7. DeGYT-Yogatherapie-Konferenz am 19. und 20. September 2026 unter dem Titel „Yogatherapie im Dialog – Forschung trifft Praxis“.

Die Themen reichten von Insulinresistenz und Typ-2-Diabetes über Long COVID und Angststörungen bis zu Yoga Nidra und biologischen Alterungsprozessen. Dabei ging es nicht nur um mögliche Wirkungen von Yoga, sondern auch um die Qualität wissenschaftlicher Studien und die Frage, welche Erkenntnisse sich tatsächlich in die therapeutische Arbeit übertragen lassen.

So beleuchtete Anja Orttmann-Heuser den Einsatz von Yoga bei Stoffwechselerkrankungen. Prof. Dr. Christian Kessler widmete sich der Zukunft der Mind-Body-Forschung, während Dr. Hedwig Gupta untersuchte, wie sich Forschungsergebnisse und traditionelles Yoga-Wissen bei Angststörungen zusammenführen lassen. Weitere Beiträge beschäftigten sich mit Yoga Nidra und der Frage, welche therapeutischen Wirkungen sich wissenschaftlich belegen lassen.

Forschung, Erfahrung und Praxis zusammendenken
Der Konferenzrückblick macht eine zentrale Herausforderung der Yogatherapie sichtbar: Es geht darum, vorhandenes Wissen kritisch zu prüfen, Forschungslücken zu erkennen und wissenschaftliche Erkenntnisse in eine individuell angepasste Praxis zu übersetzen.

Dazu gehört auch, traditionelle Yoga-Konzepte nicht einfach als wissenschaftlich bestätigt vorauszusetzen, sondern ihre möglichen Wirkungen systematisch zu untersuchen. Umgekehrt kann die therapeutische Praxis Fragen aufwerfen, denen die Forschung bislang wenig Aufmerksamkeit gewidmet hat.

Die Konferenz setzte deshalb nicht allein auf Vorträge. Praktische Einheiten, Gruppenarbeiten und gemeinsame Übungen ermöglichten es den Teilnehmenden, die vorgestellten Ansätze zu erproben und ihre Umsetzung zu diskutieren.

Was lässt sich daraus ableiten? Die Yogatherapie entwickelt sich im Spannungsfeld von traditionellem Wissen, wissenschaftlicher Forschung und konkreter therapeutischer Erfahrung weiter. Die Konferenz zeigt, wie wichtig dieser Dialog für die fachliche Qualität ist. Sie belegt jedoch nicht automatisch die Wirksamkeit einzelner Anwendungen: Dafür braucht es aussagekräftige Studien und weitere Forschung.

Die Arbeit an Qualitätsstandards, die wissenschaftliche Einordnung und die Vernetzung mit anderen Gesundheitsdisziplinen sind damit wichtige Voraussetzungen, um die Position der Yogatherapie im Gesundheitswesen weiterzuentwickeln.

Weitere Informationen zur DeGYT und zur Yogatherapie finden sich unter hdegyt.de. Der Termin für die 8. DeGYT-Yogatherapie-Konferenz 2027 steht noch nicht fest.